Weihnachten – Licht zur dunkelsten Jahreszeit

26.11.2019 12.23

Weihnachtsdekoration und Tannenzweige
Christinnen und Christen feiern an Weihnachten die Geburt Jesu. Bereits in der vorchristlichen Zeit war die Wintersonnenwende oder der Mittwinter in vielen Kulturen ein wichtiges Fest. Die Weihnachtszeit erstreckt sich von Heiligabend (24.12.) bis zum Epiphanias (6.1.). In einigen z.B. orthodoxen Traditionen wird Christi Geburt nach einem älteren Kalender berechnet und erst am 6.1. oder 7.1. gefeiert.

 

Licht zur dunkelsten Zeit des Jahres bringen zu Weihnachten die vielen Kerzen – oder in Finnland auch Laternen aus Eis oder Schneebällen. Licht verbreiten soll auch das aus der schwedisch sprachigen Tradition stammende Lucia-Fest (lux lat. Licht), bei dem eine weiß gekleidete junge Frau einen Kerzenkranz trägt. Das Fest fällt auf den 13. Dezember, den Gedenktag der heiligen Lucia, der vor der Einführung des gregorianischen Kalenders in Schweden der kürzeste Tag des Jahres war.

 

Früher war es in Finnland zu Weihnachten üblich, den Boden der Wohnstube mit frischem Stroh zu bedecken. Der weihnachtliche Strohschmuck könnte in dieser Tradition stehen oder aber auch auf das Stroh in der Futterkrippe hinweisen, in die das neugeborene Jesus-Kind nach der biblischen Erzählung gelegt wurde.

 

Der finnische Weihnachtsmann, dessen Wohnort heute Korvatunturi in Lappland ist, hat seinen Ursprung zum einen in einem nach heidnischen Fruchtbarkeitsritus mit Hörnern und einer Maske versehenen und in einer Felljacke gekleideten Mann, zum anderen in dem Heiligen Nikolaus, dem Bischof von Myra (270-343). Sein heutiges rotes Outfit bekam der Weihnachtsmann nach amerikanischem Vorbild nach dem zweiten Weltkrieg.

 

Ritva Prinz

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